| Auf dem Schauner, einer alten Parzelle in
Dornbirn oberhalb von Watzenegg, steht in einer Weggabelung eine kleine
Kapelle.
Darin hängt ein Stifterbild, auf dem die Muttergottes mit dem Jesuskind
in den Armen zu den reumütigen Armen Seelen im Fegefeuer hinab blickt.
Eine Inschrift darunter gibt uns Aufschluss über die Entstehung der
Kapelle.
Demnach überließ 1713 der Ehrsame und Bescheidene
Michaell Mohr von Heilliberg den Bewohnern des Schauners Grund und
Boden für den Bau der Kapelle gegen das Versprechen, für ihn
oder die Armen Seelen zu allen Zeiten, wann immer sie einzeln oder in
Gruppen die Kapelle besuchten, ein Vaterunser und ein Ave Maria zu beten.
Weiters übergab Mohr den Bewohnern des Schauners siebeneinhalb Gulden
zum Kauf eines Glöckleins. |
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Er ließ auch ein Bild malen, dessen
Text mit der Aufforderung endet: mithin Leist Ewer schuldigKeith ein
gnüegen.
Der Stifter war 1715 mit einer Steuerleistung von etwa dreieinhalb Gulden
der reichste Mann des gesamten Hatler Viertels.
Die Kapelle am Schauner ist demnach knapp 300 Jahre alt.
Gut zu verstehen, dass der Zahn der Zeit ganz kräftig an dem alten
Gemäuer nagt. |
| So haben sich unter dem Vorsitz von Pfarrer Ferdinand
Hiller ein paar Frauen und Männer zusammen gefunden, um eine Renovierung
in die Wege zu leiten.
Schon vor zwei oder drei Jahren wurden erste Schritte getan, doch es kam
nicht wirklich zur Sanierung.
Aus einer Sammelaktion aus dieser Zeit jedoch besteht ein Sparbuch, mit
dem die Arbeiten begonnen werden konnten.
Zunächst musste die Kapelle mittels Drainagen trocken gelegt werden.
Der angefaulte Holzboden und der feuchte Innenverputz wurden erneuert.
Zudem erhält die Kapelle ein Ziegeldach.
Wenn es die finanziellen Mittel erlauben, ist auch an ein Auswechseln
der vier kleinen Fenster gedacht.
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Renovierung der Kapelle Schauner geht weiter |
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Die schönen Herbsttage bieten eine
wunderbare Gelegenheit für eine kleine Wanderung über die Parzelle
Schauner, vorbei an der Kapelle, an der die Renovierungsarbeiten schon
weit fortgeschritten sind.
Die Mauern wurden trockengelegt, unterirdische Stützmauern gesetzt,
die Kapelle hat ein neues Dach und ein neues Türmchen bekommen.
Der Fortgang der Arbeiten (Außenputzarbeiten, Fenster, Türe,
Malerarbeiten, Riemenboden, ...) hängt nun von der weiteren finanziellen
Unterstützung der Bevölkerung ab, aber auch vom weiteren Engagement
der Initiatoren und Organisatoren. |
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| Frau Eva Scheffknecht, die in dankenswerter Weise
die Initiative für diese Renovierung ergriffen hat, wurde im Juli
bei einem Verkehrsunfall getötet.
Es sei gestattet, aufgrund dieses tragischen Ereignisses auf die Entstehung
der Kapelle am Schauner zurückzuverweisen:
die Kapelle sollte ein Ort sein, an dem wir unserer Verstorbenen gedenken
und für sie beten.
Unser christliches Gedenken wird unsere Art sein, Frau Eva Scheffknecht
Danke zu sagen für ihr Engagement. |
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| Herr Stefan Bösch, der Bruder der Verstorbenen, und
Edwin Feuerstein, der unermüdliche Bau-Organisator in unserer Pfarre,
wollen das Projekt weiter- und zu Ende führen.
Vor allem weil sie mit der großen Unterstützung der Bewohner
vom Schauner rechnen können.
Diese haben in bewundernswerter Weise schon unzählige Arbeitsstunden
geleistet. |
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| So treten wir mit der Bitte an unsere Pfarrgemeinde
heran, dieses Projekt zu unterstützen.
Für Spenden, auch anlässlich von Todesfällen, wurde ein
eigenes Konto eingerichtet:
Raiffeisenbank, Konto-Nummer 3.102.829, Kapelle Schauner
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