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Das
früher begüterte Herrscherhaus der Grafen von Hohenems
baute im Oberdorf ein Schlösschen (1465). Zwei Jahre später
errichteten sie südöstlich des Schlösschens eine Kapelle,
die dem Hl. Sebastian geweiht wurde. Sie war eine Privatkapelle der Dornbirner Linie der Emser Grafen, die seit 1471 einen eigenen Schlosskaplan unterhielten. Die Stelle dieses Schlosskaplans erwies sich als eine Institution mit sehr zähem Lebenswillen, denn die Reihe der Schlosskapläne überlebte die Emser Herrschaft auch 1771, dem Loskauf von Ems. |
| Die
Kapelle stand an der Stelle des heutigen Hauses Kirchgasse 6 ("Lugerhaus"). Die rund abschließende Gartenmauer dieses Hauses ist direkt an den Brunnen angebaut, und dürfte noch ein kümmerlicher Rest der alten Oberdorfer Kapelle sein. |
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Bald nach Beendigung der Emser Herrschaft setzten im Oberdorf Bestrebungen ein, in St. Sebastian einen eigenständigen Seelsorger zu bekommen. 1785 wurde dann eine eigene Expositur errichtet. Die Mutterpfarre aber blieb St. Martin (I. Bezirk), denn über mehrere Jahrhunderte bestand Dornbirn aus nur einer einzigen Pfarrei. |
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Im 19. Jahrhundert wuchs die Einwohnerzahl auf 2.000 Menschen
an, wobei erwähnt werden muss, dass das Oberdorf 24 Bergparzellen
umfasste. |
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Der Platz im Zentrum des Oberdorfs war vorgegeben. Im Jahre 1888 wurde St.Sebastian zur Pfarrei erhoben. Erster Pfarrer war Franz Josef Steinhauser in der Zeit von 1888 bis 1911. |
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1914/15 kam es zur notwendig gewordenen Verlängerung der Kirche um zirka 10 Meter, das den Gesamteindruck günstig beeinflusste. |
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Der Innenraum lebt von den Bauelementen des Barock:
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1927 erfolgte eine große Innenrestaurierung. Die Deckengemälde schuf der junge Kunstprofessor Hans Purin, Lehrer
in der Mehrerau.
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1978,
als die liturgische Erneuerung des 2. Vatikanischen Konzils seinen Abschluss
erlangt hatte, ist unter Monsignore Jakob Fußenegger eine neuerliche
Innenrenovierung durchgeführt worden. Es wurden unter Anderem die Kanzel und die Kommunionbank entfernt und ein Volksaltar errichtet. |